Herbe Verluste von Baumveteranen
von Christian Wonitzki
Zusammen mit der benachbarten Hängebuche prägte sie das Bild des Parkpanoramas, die Hänge- oder Trauer-Esche (Fraxinus excelsior L.„Pendula“). Nach zunehmendem Grünverlust durch das von einem Pilz verursachte Eschentriebsterben war ihr Ende nun gekommen.
Dieser Baum einer hängenden Sorte der Gewöhnlichen Esche soll um 1900 gepflanzt worden sein, ist also noch gar nicht so alt. Vielleicht wurde sie auf Veranlassung des langjährigen Parkdirektors Rudolph Reinecken gepflanzt, der für sein dendrologisches Gestaltungsgeschick bekannt war und damals bereits fast drei Jahrzehnte den Park verantwortete.
Einen zweiten Eschen-Riesen hat es zeitgleich erwischt, am Parkschlösschen-Eingang ist er mit einem gewiss gewaltigen Krachen auf die Wiese gefallen. Dass dabei die junge Gleditschie keinen Schaden genommen hat, gleicht einem Wunder.
Dass die vielfach betagten Parkbäume immer mehr Pflege, auch aus Verkehrssicherheitsgründen brauchen, kann man an den vielen Bändermarkierungen ablesen. Hier werden sich Fachfirmen noch betätigen.
Zum Parksee: In den letzten drei Wochen ist der Wasserspiegel immerhin um 20 bis 30 cm gestiegen. Zur Eindämmung des Grünaufwuchses brauchte es eine weitere rasche Pegelzunahme, die wohl schlicht vom Wetter abhängt.