Neues vom Parkgeschehen

Die Luftbrücke in die Kur genommen (28. September 2017)

Wanderverein Greiz e.V. mit vorbildlicher Aktion

Neun Mitglieder des Wandervereins Greiz e.V. rückten am 26. September mit Lappen, Schwamm und Eimer an, um den hässlichen grünen Belag auf dem Geländer der Luftbrücke zu beseitigen. Das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen: Das aufwändig gestaltete Holzgeländer der Luftbrücke strahlt nun wieder in seinem weißen Lackglanz. 

Den Verein kennt man in Greiz nicht nur durch seine regelmäßigen Wanderangebote, sondern auch als Veranstalter und Organistor von Wandertagen mit speziellen Tourenangeboten und Teilnehmern über die Region hinaus. Umso mehr ist diese Reinigungsaktion zu loben, die der Luftbrücke als bekanntem Blickfang des Fürstlich Greizer Parks zugute kam. Und ohne das ehrenamtliche Engagement der Wanderfreunde dürften die Chancen auf Reinigung der Luftbrücke wohl eher schlecht stehen. 

Sicher auch im Namen vieler Besucher bedankt sich der Freundeskreis Greizer Park e.V. beim Wanderverein Greiz e.V. für die geleistete Arbeit!  

Anmutige Bleiwurz-Hochstämmchen zieren den Efeustern am Sommerpalais (28. September 2017)

Gärtnerkönnen und -geduld gestalten den Efeustern

Sechs anmutige Bleiwurz-Hochstämmchen umrahmen den Efeustern zwischen Sommerpalais und Küchenhaus. Ein Hingucker sind sie vor allem wegen ihrer vergissmeinnichtblauen Blütenstände, die nicht nur die Parkbesucher erfreuen, sondern auch bei Schmetterlingen beliebt sind. 

Vor etwa 15 Jahren startete Frau Döhla, eine der langjährigen und erfahrensten Gärtnerinnen des Parkteams ihr mühevolles und zugleich kreatives Vohaben, aus Stecklingen des Bleiwurz durch konsequentes Schneiden und Fixieren Hochstämme zu formen. Normalerweise hat der ursprünglich aus Südafrika stammende Bleiwurz (Plumbago auriculata Lam.) ein buschförmiges Outfit. Und es braucht Jahre, bis daraus eine stabile, von verholzten Stämmchen getragene Krone entwickelt ist.

Den besonderen Reiz dieser perfekt in das Ambiente des "barocken" Blumengarten passenden Hochstämme bildet ihr blauer Blütenflor. Über mehrere Monate erblühen immer wieder neue Blütenstände, die wegen klebriger Drüsen im Blütenkelch auch kleine Insekten fangen können.

Den Winter verbringen die Bleiwurz-Stämmchen in ihren Töpfen im Kalthaus am Parkgewächshaus. Sie sind nicht frosthart, brauchen aber die Winterkälte für einen kräftigen Austrieb im Frühjahr. Mit Blei (lat. "Plumbum") hat die Pflanze aber nichts zu tun.

 

Historisches aus dem Parkleben (19. September 2017)

Parkansichten von früher

Immer ansehenswert sind historische Aufnahmen aus dem Fürstlich Greizer Park. Hier eine kleine Auswahl:

  • Prospekt von 1799: Zu sehen sind Sommerpalais und Küchenhaus mit dem „Obergreizer Lustgarten“, im Hintergrund das Obere Schloss. Das Bild muss kurz vor dem verheerenden Hochwasser desselben Jahres entstanden sein, dabei wurde der damalige Barockpark komplett verwüstet.
  • Bild von 1840: Der „Binsenteich“, der heutige Parksee. Ihn gab es als Nutzgewässer mit geraden Ufern schon lange bevor er in die Parkgestaltung einbezogen wurde (Petzold, Reinecken, 1873). Übrigens war der "Obergreizer Lustgarten" erst 1830 für die Öffentlichkeit freigegeben worden - unter der strikten Verhaltensmaßgabe, dass diejenigen, „welche sich unanständig und ungesittet betragen sollten, wohin das Tabakrauchen, Singen und Schreien gerechnet wird, gepfändet, hinausgewiesen und nach Umständen arretiert werden sollen.“
  • Foto nach 1873: Im Zuge der Umgestaltung des Pleasuregrounds um 1873/74 nach einem Plan von Reinecken fand sich eine der alten Winterlinden der historischen Allee entlang der Weißen Elster (Parkeingang zum Sommerpalais) mitten in einem neu angelegten Weg wieder (s. grüner Pfeil im Foto). Fürst Heinrich XXII. soll ausdrücklich einer Fällung nicht zugestimmt haben, so dass der Baum auf seinem exponierten Platz blieb. Erst dem Elster-Hochwasser von 1953 ist er zum Opfer gefallen. Nach dem denkmalpflegerischen Leitbild der Wiederherstellung bzw. Bewahrung des historischen Vorbilds steht nun heute eine neue Linde an dieser Stelle und verwundert wohl manchen Parkbesucher.
  • Foto 1930er Jahre: Ein Motiv aus der „Seufzerallee“, es könnte von heute stammen.
  • Foto 1950: Mitten auf der seit 1986 als Flächennaturdenkmal geschützten Orchideenwiese fand anlässlich des 300-jährigen Jubiläums des Greizer Parks eine Großveranstaltung statt! Aber es kam noch heftiger: Ab 1975 wurde in den Hammerwiesen eine Kläranlage für das neu entstandene Wohngebiet Reißberg eingerichtet, die erst 1998/99 nach dem Bau der zentralen Kläranlage weitgehend zurückgebaut worden ist.
  • Foto 1953: Die Luftbrücke hat in ihrem Leben mehrere Gestaltungen erlebt. Schüler der Greizer Baufachschule zimmerten 1953 im Rahmen des „Nationalen Aufbauwerks“ eine Holzkonstruktion, die immerhin dem Hochwasser im Folgejahr widerstand.

Quellenangaben:

  • Arenhövel, Winfried: Greiz. Die Perle des Vogtlandes, Sutton Verlag Erfurt 2004
  • Wolfgang Mecir, Greiz
  • Rose, Hans: Der Park von Greiz, Denkmalpflege und Heimatschutz, X (1936), 281
1954: Erste Bepflanzung der neuen Blumenuhr durch Willi Zeiß (4. August 2017)

Erinnerung an Gärtnermeister Willi Zeiß

Zahlreiche Gärtner haben in den letzten Jahrzehnten dazu beigetragen, dass der Fürstlich Greizer Park seine Einmaligkeit bewahren konnte, Umgestaltungen und Verluste sich in Grenzen hielten. Einer von ihnen war Willi Zeiß, geboren vor 105 Jahren 1912 in Greiz.

1926 begann Willi Zeiß eine Gärtnerlehre und arbeitete fortan im Greizer Park und anderen Grünanlagen der Stadt. Ende der vierziger Jahre übernahm er von Gartenmeister Scholz die fachliche Leitung des Parks und die Gärtnerei, seit 1958 durfte er sich Gärtnermeister nennen.

Mit der Person Willi Zeiß verbindet sich auch die erste Bepflanzung der neuen Blumenuhr (damals noch mit einem mechanischen Laufwerk) am Parkeingang Brückenstraße. Wenige Wochen später zerstörte das 1954er Hochwasser der Weißen Elster diese gartenkünstlerische Attraktion.

Übrigens war die Blumenuhr damals noch eckig. Im Rahmen des BUGA-Begleitprojektes zur Umgestaltung des Park-Haupteingangs wurde die neue Uhr 2007 räumlich etwas verlagert und bekam eine runde Form.

Ein Leben für den Greizer Park - Willi Zeiß´ Engagement und Leistungen für unseren wunderschönen Landschaftspark lassen sich so gewiss gut beschreiben.

(Teilweise übernommen aus dem Vogtlandspiegel/Antje-Gesine Marsch - Danke dafür)

Tausende Feuerwanzen sonnen sich in der Seufzerallee (25. Juli 2017)

Lindenbäume bieten Überraschendes

Auffällige „rote Versammlungen“ an den Linden der Seufzerallee bieten dem aufmerksamen Parkspaziergänger einen optisch eindrucksvollen  Einblick in die Mikrowelt der Feuerwanzen. Denn diese bevölkern zur Zeit massenhaft besonnte Areale der Lindenstämme in der Seufzerallee - ein durchaus dekorativer Effekt.   

Die Gemeine Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus) gehört zu den Feuerwanzen (Pyrrhocoridae) und ist in Mitteleuropa verbreitet. Oft wird diese Wanzenart fälschlicherweise für einen Käfer gehalten.

Die Gemeine Feuerwanze erreicht eine Körperlänge von bis zu 12 mm und hat eine auffällige schwarz-rote Färbung, auch als Warntracht bezeichnet. Die Nymphen kann man an ihrem überwiegend rot gefärbten Hinterleib erkennen, auf dem sich nur entlang des Rückens mehrere kleine schwarze Flecken befinden.

Nach der Überwinterung, die meist im Boden stattfindet, erscheinen die Feuerwanzen in der Regel Mitte März wieder an warmen und sonnigen Tagen, um sich in teils großen Gruppen - bevorzugt am Fuß von Linden, Robinien oder anderen Bäumen - zu sonnen. Über einen Duftstoff (Pheromon) zeigen sie sich gegenseitig gute Nahrungsquellen an. So kommt es, dass die Tiere sich manchmal z.B. an und unter Linden in großen Scharen (Aggregationen) aufhalten.

Die Tiere saugen an herabfallenden Samen der umgebenen Pflanzen, gelegentlich auch an Insekteneiern, toten Insekten und Wirbeltieren. Auch Kannibalismus ist dokumentiert.

Unter gärtnerischen Gesichtspunkten gelten Feuerwanzen als unschädlich, werden aber wegen ihres massenhaften Auftretens manchmal als sogenannte Lästlinge verfolgt.

Wie alle Wanzen gibt auch die Feuerwanze ein übel riechendes Abwehrsekret ab, wenn sie sich bedroht fühlt. Man sollte Pyrrhocoris apterus daher nicht in die Hand nehmen.

Sturmschäden an Bäumen (18. Juli 2017)

Bäume fallen Starkwinden zum Opfer

Stürmisches Wetter hat an einigen Bäumen im Fürstlich Greizer Park solchen Schaden angerichtet, dass wohl nur die Fällung der betroffenen Bäume infragekommt.

Bei einer Linde an der Ostseite ist ein riesiger Ast im Zwiesel (Baumgabelung) abgebrochen, verursacht durch massiven Pilzbefall. Glücklicherweise landete der Ast in einer Strauchgehölzgruppe und nicht auf dem nahen Weg.

Totalschaden gab es bei einer Erle, die direkt am Westufer des Sees stand. Der gesamte Baum samt Wurzelteller liegt nun im Wasser. Gleich nebenan ist bei einer äußerlich gesunden Eiche ein Hauptast abgerissen und liegt nun ebenfalls im See.

In allen Fällen muss die Beräumung über eine Fremdfirma erfolgen, da die Parkgärtner nicht über die notwendige Technik verfügen.  

Vielfalt erleben bei Führungen durch den Fürstlich Greizer Park (14. Juni 2017)

Orchideen, Vogelwelt, Parkgeschichte und -gegenwart

Mit mehreren Führungsangeboten startete unser Verein in den Frühling 2017. Die Premiere sollte das "Orchideen-Meer" in den Hammerwiesen bilden - dort waren wieder tausende Exemplare des Breitblättrigen Knabenkrautes erblüht. Ein kräftiger Landregen machte leider einen Strich durch die Rechnung - aber viele Besucher wissen inzwischen um diese Attraktion des Parks, sodass es an Interesse und vielen Fotoklicks nicht fehlt.

Seit vielen Jahren hat die traditionelle Vogelstimmenführung zu Pfingsten einen treuen Anhängerkreis, in den sich regelmäßig auch Neulinge mischen. Harald Lange und seine Ornithologenfreunde vermittelten auch in diesem Jahr wieder eine interessante Mischung aus Hör- und Sichterlebnissen sowie viel Wissenswertes aus der Vogelkunde. Erstmals konnte 2017 im Park eine Turmfalkenbrut nachgewiesen werden; bemerkenswert ist auch die Brut von inzwischen fünf Graureiherpaaren am Parksee. Die Mandarinente, ein Neozoon (eingewanderte Tierart), brütet nunmehr auch im Park. Und wussten Sie, dass die Singdrossel gemäß ihres lateinischern Namens ein "philosophierender Sänger" ist?

Von ganz besonderer Qualität war schließlich die Spezialführung am 9. Juni 2017. Während des zweistündigen Rundgangs erläuterte Dipl.-Ing Dietger Hagner (u.a.) die wichtigsten historischen Wandlungen in der Parkgestaltung, wartete mit neuen Erkenntnissen zum Wirken der bedeutenden Akteure Petzold und Reinecken auf und schilderte die vielfältigen Aspekte beim Umgang mit den alten Alleen des Greizer Parks. Bei der Diskussion zum Thema abgestorbene Bäume und den verbleibenden Torsos wurde deutlich, welche hohen Anforderungen an den Erhalt bzw. die Verwendung standortgemäßen Pflanzenmaterials in einem denkmalgeschützten Park gelten. Herr Hagner informierte schließlich zu den Vorhaben, die 2017 im Park anstehen. Der Parkbesucher wird sich insbesondere auf die Wiederherstellung der zweiten Seufzerbrücke nach historischem Vorbild freuen können.          

Blütenpracht im Fürstlich Greizer Park (05. Juni 2017)

Beginn der Sommerblumenbepflanzung

Rechtzeitig zu den Thüringer Schlössertagen zu Pfingsten, an denen sich auch das Sommerpalais im Fürstlich Greizer Park mit diversen Veranstaltungen beteiligt, wird die Beetbepflanzung im Umfeld des Sommerpalais auf den Sommerflor umgestellt. Anklänge einer rot-lila-weißen Farbkombination sind im Blumengarten zu sehen, wo Blumenfächer und Blumenkorb bereits bepflanzt worden sind. Der Blumenfächer mit seinen rotblühenden Pelargonien, weißem Steinkraut und lila Heliotrop erhält abschließend eine Umrahmung aus Rollrasen. Zum Schluss fügen die Parkgärtner roten Ziegelsplitt als Beeteinfassung ein, der nachweislich zu Zeiten der Gärtner unter Rudolph Reinecken am Anfang des 20. Jahrhunderts verwendet worden war. Insgesamt werden in den Beetanlagen des Fürstlich Greizer Parks in diesem Jahr 6 650 Sommerblumen gepflanzt, von denen ein Drittel selbst angezogen wird.

Die reiche Ausstattung des schlossnahen Parkareals mit kunstvollen Blumenbeeten, die durch exotische Orangeriepflanzen wie Palmen ergänzt wurden, geht zurück auf die letzte umfangreiche Umgestaltung der Parkanlage durch den Hofgärtner Rudolph Reinecken ab 1873. Die Anlage wurde 2009 als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung eingestuft.

 

Fotos:

- Fürstlich Greizer Park, Einsetzen der Strelitzie, Foto: Anja Riemann

- Fürstlich Greizer Park, neu bepflanzter Blumenfächer im Blumengarten, Foto: Anja Riemann

Neu: Schilder und viel Informationen für fünfzehn Bäume des Fürstlich Greizer Parks (10. Mai 2017)

Baumschilder mit QR-Code stehen

Heute stellte unser "Freundeskreis Greizer Park" sein jüngstes fertiges Projekt vor - an 15 Bäumen findet der Parkbesucher nun ein Schild mit Basisinformationen zum jeweiligen Baum (deutscher und wissenschaftlicher Name, Alter, ausgewählte Attribute). Das Besondere dabei: Auf jedem Schild gibt es einen QR-Code, über den man auf diese Internetseite und direkt zu weiteren ausführlicheren Informationen zur jeweiligen Baumart gelangt (s. Rubrik "Baumwanderpfad"). Wissenswertes über Botanik, Geschichte, Herkunft, Nutzung, Mythen und vieles andere ist auf diese Weise leicht zu erfahren. 

Die beschilderten Bäume stehen verstreut im gesamten Park, so dass man bei einem Kennenlern-Rundgang der 15 Bäume (s. dazu interaktive Karte in der Rubrik "Baumwanderpfad") gleichzeitig große Teile des Parks erleben kann. Als Beispiele seien genannt: 

  • Amerikanischer Tulpenbaum (am Ostgiebel des Sommerpalais)
  • Urweltmammutbaum (im Pinetum)
  • Sumpfzypresse (am östlichen Parkseeufer)
  • Winterlinde (Seufzerallee)

Besonders bedanken möchten wir uns bei der Sparkassenstiftung Gera-Greiz, durch deren großzügige Förderung unser Projekt erst möglich wurde.  

Frühjahrsbepflanzung im Fürstlich Greizer Park (10. April 2017)

Blumenfächer entsteht neu

Der größte Teil der Frühjahrsbepflanzung im Fürstlich Greizer Park ist schon geschafft und erfreut mit seiner Farbenpracht die Besucher. In dieser Woche steht eines der Prunkstücke der Anlage im Mittelpunkt - der Blumenfächer vor der Südfassade des Sommerpalais. Zunächst wird er mit neuen resistenten Buchsbaumpflanzen umrandet. Die bisherigen Pflanzen hatten infolge des Hochwassers 2013 einen Pilzbefall erlitten.

Für die Pflanzung haben die Gärtner Schablonen angefertigt, um die der Buchs gepflanzt wird. In die frei bleibenden Felder werden noch vor Ostern Stiefmütterchen in verschiedenen Farben gepflanzt. Komplett ist das Beet aber erst, wenn nach historischem Vorbild die Randeinfassung aus rotem Ziegelsplitt um das Beet gelegt wird. Das wird nach Ostern passieren. Abschließend wird mit Rollrasen der Übergang zur fein modellierten Rasenfläche des Blumengartens geschaffen.

Die Erneuerung des Blumenfächers ist Teil der umfangreichen Wiederherstellungsarbeiten nach dem verheerenden Hochwasser 2013. Damals waren weite Teile des Fürstlich Greizer Parks mit den kurz zuvor restaurierten Arealen des Pleasuregrounds und des Blumengartens verwüstet worden. Die Wiederherstellung wird vollständig aus den von der Bundesrepublik Deutschland und dem Freistaat Thüringen bereitgestellten Mitteln des Aufbauhilfefonds zur Beseitigung der Hochwasserschäden finanziert
.

Abbildung: Pflanzung von Buchs am Blumenfächer im Fürstlich Greizer Park, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Anja Riemann

 

Blumenfächer
Blumenuhr wieder bunt (31. März 2017)

Blumenuhr neu bepflanzt

Nun ist es so weit, der Fürstlich Greizer Park wird immer bunter. Der Winterschlaf ist nun endlich vorbei und erste Knospen und Blüten zeigen sich. Auch die Parkgärtner haben ihre Winterarbeiten beendet. Erste Pflanzarbeiten wurden durchgeführt. So können alle Besucher die Neubepflanzung der Blumenuhr bewundern. Aber auch an anderen Stellen im Park wird gepflanzt. Die Wiesenflächen im südlichen Teil werden gepflegt und  von den Hinterlassenschaften des Winters befreit. Bänke laden wieder zum verweilen ein, so dass man das schöne Frühlingswetter genießen kann. An Arbeit mangelt es den Parkgärtnern wahrlich nicht. Täglich besuchen Hunderte von Gästen den Park und genießen die schöne Umgebung. An den Wochenenden können das sogar noch ein paar mehr Besucher sein.

Ufer des Parksees freigestellt (7. März 2017)

Freier Blick auf den Parksee

Rundherum um den reichlich 8 ha großen Parksee haben die Gärtner der Parkverwaltung in den letzten Wochen den Gehölzaufwuchs gründlich entfernt. Insbesondere Weiden- und Erlen-Wildwuchs macht sich hier regelmäßig breit und stört gerade an den Parkbänken den Blick auf das Wasser.

Nun gibt es im wahrsten Wortsinn beste Aussichten für die neue Saison im Fürstlich Greizer Park.   

Historische Parkfotos gesucht (21. Februar 2017)

Im Fokus: Die Fürstenquelle

Über die regionale Presse warb die Thüringer Stiftung Schlösser und Gärten um die Bereitstellung historischer Fotos zum Park. Man verspricht sich dadurch Informationen zur denkmalgerechten Gestaltung bzw. Wiederherstellung einzelner Parkbereiche und -objekte. Denn trotz zahlreicher archivalischer Quellen zum Fürstlich Greizer Park fehlen für einzelne Fragestellungen notwendige Dokumente zum historischen Vorbild.

Das trifft u.a. für die 2017 vorgesehene Restaurierung der "Fürstenquelle", gelegen ein paar Meter südlich der wiederhergestellten "Seufzerallee"-Brücke, zu. Hier wurde ein besonderes Kleinod des Parks quasi wieder entdeckt, ein kleines in Sandstein gefasstes Wasserbecken mit Treppe und Wasserzulauf, das vielleicht einmal zur Abkühlung bei sommerlichen Spaziergängen diente. Die Natursteinfassung des Beckens muss neu aufgesetzt, die Metallteile restauriert und der Zufluss des Wassers ermittelt werden. 

Christa Bretschneider, eine viele Jahre für den Greizer Park tätige Gartenarchitektin, beschrieb die Lokalisation im Amtlichen Parkführer von 1995 sehr bildhaft: "Wir sind hier an einem sehr romantischen Fleckchen angekommen, das an die Stimmungsszenerie der früheren Landschaftsgärten erinnert und sicher auch aus diesem Zeitempfinden heraus entstanden ist, lange Zeit vor dem Landschaftspark." 

Zusendungen von Quellenmaterial bitte richten an die Parkverwaltung Fürstlich Greizer Park, Parkgewächshaus 1, 07973 Greiz, Tel. 03661-6123570, Email: parkverwaltung@greizerpark.de.

Winteridylle im Fürstlich Greizer Park (12. Januar 2017)

Winterruhe - und was machen eigentlich die Parkgärtner?

Endlich ist es wieder so weit: Schnee und Wintersonne verzaubern die Parklandschaft in ein Paradies für die Sinne. Licht, Farben, Motive und Ruhe liefern ein besonderes Verwöhnprogramm für Spaziergänger - vollkommen gratis.

Das Wassergeflügel hat sich vom zugefrorenen Parksee komplett auf die eisfreie Elster verzogen. Der Schnee dämpft die Schritte der Spaziergänger und alle Umgebungsgeräusche. Im Park ist es stiller als sonst.

Also allseits Winterruhe? Das Team der Parkgärtnerei genießt gewiss auch die Winterwitterung, aber zu tun gibt es natürlich auch in der kalten Jahreszeit genug. Das beginnt beim Winterdienst für die Parkwege, setzt sich fort mit Freischneidearbeiten am  Uferbewuchs (das Schwanenhaus ist nun wieder gut einzusehen) sowie Gehölzpflegearbeiten an Bäumen und Sträuchern und umfasst auch Pflege- und Reparaturarbeiten an den zahlreichen Parkbänken.

 

Expertenführung im Fürstlich Greizer Park (27. November 2016)

Landschaftsarchitekt Wiegel erläutert Erreichtes und Geplantes

Zu einer vom Freundeskreis organisierten Spezialführung stellte der verantwortliche Landschaftsarchitekt des Parks, Helmut Wiegel aus Bamberg, zahlreiche Fortschritte der denkmalgerechten Sanierung des Fürstlich Greizer Parks nach dem Hochwasser von 2013 vor. Darüber hinaus informierte Herr Wiegel während der zahlreichen Rundgang-Stationen auch über noch ausstehende Vorhaben, viele historische Bezüge und allgemeine Grundsätze der Lanschaftsparkgestaltung. Blumenfächererneuerung, Plaza-Umgestaltung, Wegebau, Pinetumbepflanzung, Rekonstruktion von "Schüssel"-Brücke und Fürstenquelle, Schüsselbäume, Rosensternbepflanzung - das sind nur einige Stichworte für Erreichtes und in 2017 Geplantes. Das größte Vorhaben aber wird der Umbau des Parkgewächshauses und damit die Wiedererstehung der Orangerie werden, geplanter Abschluss 2019. 

Novembersonne im Park (16. November 2016)

Einige sonnige Novembertage und eine beeindruckende Farbenpracht des Baumlaubs lockten viele Besucher in den Fürstlich Greizer Park. Die Spaziergänger konnten dabei auch viele Wegeabschnitte nutzen, die sich nunmehr mit offensichtlich gut geeignetem Oberflächenmaterial im leuchtenden Gelb (Granitsplitt aus Melaune, Sachsen) präsentieren. 

Lohnenswert ist es übrigens auch, den Parkrundgang bis in den hinteren (nördlichen) Teil auszudehnen. Die weiten Flächen der Hammerwiesen, die unmittelbar benachbarte Weiße Elster, kleine Wassergräben und naturnahe Teiche, solitäre Baumgruppen und eine optische Weite mit eher wenig gewohnten "Durch"-Blicken bescheren im Licht der tief stehenden Novembersonne Eindrücke von besonderer Ästhetik.

Siehe auch Fotos "Novembersonne 2016" unter Bilder.

Herbst im Fürstlich Greizer Park (17. Oktober 2016)
Aktuelle Gärtnerarbeiten (17. Oktober 2016)

Der wohl mächtigste Baum des Fürstlich Greizer Parks, die Rotbuche mit der Parkführer-Nummer 126, nahe der Rotunde, musste einen erheblichen baumchirurgischen Eingriff über sich ergehen lassen. Der Zustandsvergleich April 2015 vs. Oktober 2016 tut weh. Im Parkführer-Büchlein sind die ehemaligen Dimensionen vermerkt: 34 m Höhe, Kronendurchmesser 20 m. Ursache für die gravierenden Sicherungsmaßnahmen könnte ein Pilz sein.    

Wie angekündigt wurde der "Blumenfächer", ein Ornamentbeet vor der Südfront des Sommerpalais, neu angelegt. Vor allem geht es darum, zukünftig Schäden an dem aufwändigen Beet durch Wasseransammlungen nach Starkniederschlägen vorzubeugen. Deshalb wurde es etwas höher als bisher angelegt. Das "Gerippe" für die Ornamentierung ist gut zu sehen. Man kann sich gut vorstellen, wie arbeitsintensiv nun die bevorstehende Neubepflanzung sein wird.

Ein Aufgabenschwerpunkt im Herbst ist die Rückführung der zahlreichen Pflanzkübel in die Winterquartiere. Vor den ersten Frostnächten muss diese Schwerarbeit erledigt sein.

Ebenso steht der Aufbau des Wildschutzzaunes am Ufer der Weißen Elster an. Über die Elster eingedrungene Wildschweine hatten in vergangenen Jahren erhebliche Schäden verursacht.

Endspurt bei den diesjährigen Baumaßnahmen (17. Oktober 2016)

Wegebau und die neue Parkgärtnerei

2016 war auch das Jahr der Wegebauarbeiten im Fürstlich Greizer Park. Bedingt durch die Hochwasserschäden, aber auch auf Grund eines generellen Sanierungsbedarfs, wurden weite Strecken der Fußgängerwege sowie die Zufahrt zum Sommerpalais (zugleich Feuerwehrzufahrt) grundhaft neu gebaut. Die Anforderungen sind hoch, geht es doch um die Berücksichtigung historischer Bauweisen und die Verwendung entsprechender Materialien. Die nunmehr generelle Nutzung von gelbfarbenem Oberflächenmaterial ist ein Ergebnis solcher denkmalschützerischer Kriterien. 

Neu gebaut wurde auch der Technikstützpunkt der Parkgärtnerei und zwar so, dass die gelagerte teure Technik bei denkbaren zukünftigen Hochwasserereignissen nicht Schaden nimmt. Die alten Schuppen und Unterstellräume wurden abgerissen. 

Parkführungen am Tag des offenen Denkmals bringen reichlich Neuigkeiten (12. September 2016)

Nach der Sanierung der Hochwasserschäden gibt es viele weitere Vorhaben

Für die Leistungen bei der Sanierung des Fürstlich Greizer Parks nach dem Hochwasser von 2013 wurde die Eigentümerin des Parks, die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, am 6. September 2016 mit dem Denkmalschutzpreis des Landkreises Greiz 2016 ausgezeichnet. Aus diesem erfreulichen Anlass hatte die Stiftung am Tag des offenen Denkmals (11.09.) zu zwei Führungen durch den Park eingeladen. Mit eindrucksvollen, umfassenden und oft geradezu spannenden Schilderungen nahm die Parkverwalterin Anja Riemann die Besucher mit auf einen interessanten Rundgang.

Ausgehend von bildlichen Zeugnissen der verheerenden Hochwasserschäden wurden eine Reihe von Beispielen der Wiederherstellung von Wegen, Ornamentbeeten, Wiesenflächen und Baulichkeiten vorgestellt und erläutert. Gut erkennbar sind die Fortschritte im Wegebau durch das nunmehr generell verwendete gelbe Auflagematerial. Im Blumengarten wird nach Dränageeinbau im Wegebereich das Blumenfächerbeet gegenüber der südlichen Front des Sommerpalais neu angelegt. Niederschlagsbedingt häufige Staunässe hatte der Buchsbepflanzung des Ornamentbeets geschadet (Pilzbefall), deshalb erfolgt in den nächsten Wochen nach einem kompletten Bodenaustausch die Höherlegung des Beetes samt Wiederanpflanzung der Buchsornamente. 

Leider mussten auch Schäden an Bäumen registriert werden. In der Hängebuche im Eingangsbereich, einem ganz besonderen Blickfang, ist ein großer Ast ausgebrochen. Ein Baumgutachter muss sich nun um Ursachenklärung und Fragen der Statik kümmern. Erwähnt wurde auch das inzwischen weitverbreitete Eschentriebsterben (verursacht durch einen Pilz namens "Falsches weißes Stengelbecherchen"); auch die Hängeesche (neben der Hängebuche) scheint davon stark betroffen. Generell ist zu befürchten, dass Schadwirkungen nach dem Hochwasser von 2013 noch Jahre später bei Bäumen wirksam und sichtbar werden können. Hauptgrund dafür sind in erster Linie Beeinträchtigungen der Bodenluftverhältnisse und Verdichtungen im Wurzelbereich, aber auch ein möglicher Schadstoffeintrag durch die temporären Sedimentablagerungen. Umso wichtiger ist es, dass der Park im Rahmen des zur Zeit erarbeiteten Hochwasserschutzkonzeptes für die Stadt Greiz einen wirksamen Schutz vor zukünftigen Hochwasserereignissen bekommt und nicht als hilfreiche Überflutungsfläche missbraucht wird.

Den Höhepunkt der Führung bildete die Vorstellung der fertig rekonstruierten Seufzerbrücke (s. Artikel vom 10.09.2016). Zu erfahren war auch, dass eine vergleichbare Wiederherstellung der vor einiger Zeit quasi wieder entdeckten südlichen Seufzerbrücke geplant ist und auch die benachbarte Fürstenquelle nach Möglichkeit in den funktionierenden historischen Zustand versetzt werden soll.

 

Seufzerbrücke restauriert (10. September 2016)

Seufzerbrücke ist wiederhergestellt

Seit letzten Freitag, 09.September, sind die Arbeiten zur Sanierung der Brücke beendet. Das Bruchsteinmauerwerk ist teilweise abgetragen, statisch gesichert und neu fundamentiert worden. Der Brückenbogen aus historischem Klinkermauerwerk und die ursprüngliche Granitabdeckung wurden gereinigt, ergänzt und neu verfugt. Vom Brückengeländer waren nur noch die Pfosten historisch. Anhand historischer Fotos war es jedoch möglich, die gusseisernen, mit Messingschliff beschichteten Geländer teilweise zu rekonstruieren. Damit ist die Brücke wieder weithin sichtbar als schmuckes Kleinod im Park zu bewundern. Das Bauwerk entstand im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert im Zuge der Umgestaltung und Erweiterung des barocken Lustgartens zu einem Landschaftspark. Die Seufzerbrücke überspannt einen kleinen Bachlauf und markiert den südlichen Zugang zur Seufzerallee.

Seufzerbrücke
Bilder zum Lebenslauf der (nördlichen) Seufzerbrücke
Es wird wieder gebaut (08. August 2016)

Bauarbeiten im Fürstlich Greizer Park

Es finden wieder Wegebauarbeiten im Park statt. In Fortführung der Maßnahmen zur Erneuerung der Wege haben am 01. August die Arbeiten zum grundhaften Ausbau von Wegen begonnen. In Zuge der Wegebaumaßnahmen vom Haupteingang zum Küchenhaus wird nun der zweite Abschnitt entlang der Elster vom Küchenhaus zur Luftbrücke fertiggestellt. Des Weiteren wird die Feuerwehrzufahrt zum Sommerpalais und ein Teil des Hauptweges zwischen der Kreuzung mit der Sommerpalaiszufahrt und der Allee von der Parkgasse kommend, ebenfalls erneuert. Die Maßnahmen sollen im Herbst abgeschlossen werden. Für Besucher wird es Querungsmöglichkeiten der Baustellenbereiche geben. So ist der Besuch der Parkanlage, mit etwas Vorsicht, weiterhin möglich.

Wegebau auf dem Elsterdammweg
Laser malt im Park (07. Juli 2016)

Ludwig Laser malt

Ludwig Laser, der bekannte Künstler, aus Obergeißendorf malt im Fürstlich Greizer Park. Zur Zeit sind über zehn Künstler in Greiz während einer Pleinairmalerei auf Motivsuche. Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Kunstprojektes Thüringen statt. Der Maler hat sein Motiv an der Luftbrücke gefunden. Hier konnte man  ihm über die Schulter schauen. Laser ist ein vielfältiger Künstler, der sich nicht nur mit Malerei beschäftigt. So ist er auch Töpfermeister und Fotograf. Gern empfängt er Besucher in seinem Obergeißendorfer Atelier.  

Ludwig Laser beim malen
Ludwig Laser beim malen
"Wachablösung" in den Hammerwiesen (1. Juni 2016)

"Wachablösung" in den Hammerwiesen

Allmählich geht die üppige Blüte des Breitblättrigen Knabenkrauts ihrem Ende entgegen. Verbliebene Orchideenblüten stehen inzwischen in einem neuen Meer von Blütenständen des Wiesen- oder Schlangenknöterichs (Bistorta officinalis).
Dieses für Feuchtwiesen typische Knöterichgewächs ist nicht nur attraktiv, sondern lockt auch viele Insekten an. Wie so oft wurde auch diese Art früher als Heilpflanze und Wildgemüse genutzt.    
Das Breitblättrige Knabenkraut ist wieder zu bewundern (17. Mai 2016)

Tausende Majalis-Blüten in den Hammerwiesen

Das Markenzeichen des Fürstlich Greizer Parks im Mai: In den "Hammerwiesen" erblühen Tausende Exemplare des Breitblättrigen Knabenkrauts, einer heimischen Orchideenart (Dactylorhiza majalis).
 
Ein wahres Naturschauspiel bietet sich dem Parkbesucher vom westlichen Seeuferweg aus beim Blick in die weite Wiesenfläche des Flächennaturdenkmals "Hammerwiesen". Unzählige Blütenstände dieser attraktiven Orchideenart entfalten ihre Pracht.
Und es ist eine botanische Seltenheit, die ihresgleichen sucht. Dank der langjährigen konsequenten und artgerechten Pflege der "Hammerwiesen", insbesondere durch die Vermeidung von Nährstoffeinträgen, durch ein beständiges Wasserhaushaltsregime über die Steuerung des Wasserzuflusses und durch eine angepasste und schonende Wiesenmahd hat sich der Bestand in den letzten Jahrzehnten so entwickeln können. Denn anderswo, in den angestammten Flussauen-Standorten dieser Art, drängen vor allem ungünstige Nutzungsbedingungen und Nährstoffeinträge diese eindrucksvolle Orchidee immer weiter zurück.
Eine dringende Bitte an die Schaulustigen: Bitte nicht die Wiese betreten. Einzelne Exemplare finden sich zur genauen Inaugenscheinnahme auch wegnah auf verschiedenen Wiesenarealen am Parksee.
Etwa zwei Wochen werden die Blüten sicher noch zu sehen sein.  
Vogelstimmenführung am Pfingstmontag 2016 (17. Mai 2016)

Vogelstimmenführung im Fürstlich Greizer Park präsentiert 43 Vogelarten

Für jeden Teilnehmer (s)eine Vogelart - so könnte man statistisch die Vogelstimmenführung vom Pfingstmontag zusammenfassen.
Unter der sachkundigen, mit vielen fachlichen Hintergrundinformationen aufgewerteten Führung des Greizer Ornithologen Hartmut Lange erlebten reichlich 40 Teilnehmer, darunter erfreulicherweise auch einige Kinder, einen interessanten Tagesstart. Ca. 2 Stunden wanderte die Gruppe der Vogelfreunde durch den Park und lauschte unter "Anleitung" von Lange dem Gesang vieler parktypischer Vogelarten oder beobachtete ihren Flug.
Als wahre Highlights erwiesen sich der Abflug eines Gänsesägers in der Nähe der Luftbrücke und die fast flügge Graureiher-Brut auf einem Baum einer Parkseeinsel.
Der Freundeskreis Greizer Park e.V. bedankt sich bei den Teilnehmern und den Machern der Exkursion für die uns übergebenen Spenden von fast 70 €!
Mit dieser interessanten und informativen Exkursion hat der Fürstlich Greizer Park ein weiteres Mal sein besonderes Naturerlebnis-Potential unter Beweis gestellt.    
Saisoneröffnung (10. Mai 2016)

Saisoneröffnung der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Die Eröffnung der Gartensaison der Stiftung findet traditionell am Europatag statt. Es wurde bewusst der Fürstlich Greizer Park für dieses Ereignis gewählt. Es ist gerade mal drei Jahre her, als das verheerende Elsterhochwasser große Teile des Landschaftsparkes zerstört hat. Dank des Bund-Länder-Hochwasserprogramms konnten bereits zwei Drittel der Schäden beseitigt werden. Auch private Spenden halfen beim Wiederaufbau. Zwei Spendern wurde im Rahmen des Eröffnungsfestaktes gedankt. Die Mannschaft der Parkgärtner hatte in Vorbereitung dieses Tages eine Menge zu tun, galt es doch,  Pflanzen in den Boden zu bringen, Bäume zu pflanzen, Wege instand zu halten, Rasen zu mähen und Vieles, Vieles mehr. Aber der Fleiss der Gärtner hat sich gelohnt. Es war eine Pracht, den Park zu sehen. Bei herrlichem Wetter konnte der symbolische Bandschnitt zur Freigabe der Gartensaison  für Thüringen erfolgen. Die zahlreich angereisten Besucher konnten sich im Rahmen von Sonderführungen vom Erreichten überzeugen.

 

Saisoneröffnung 2016
Saisoneröffnung 2016
Magnolienblüte (18. April 2016)

Die Magnolienbäume blühen

Die Magnolienbäume am Haupteingang zum Park stehen in voller Blüte. Wie jedes Jahr leuchten die großen auffälligen Blüten der beliebten Ziergehölze weithin. Magnolien sind sommer- oder immergrüne Bäume und Sträucher, sie stammen aus Ostasien und Amerika.

Magnolienbaum
Magnolienbaum
Neupflanzungen (12. April 2016)

Neupflanzungen von Bäumen und Sträuchern

An verschiedenen Stellen im Fürstlich Greizer Park wurden Neupflanzungen von Bäumen und Sträuchern durchgeführt. So wurden 12 Linden, Johannisbeersträucher und falscher Jasmin angepflanzt.
Mit der Anpflanzung der Winterlinden am Uferweg vom Haupteingang zum Sommerpalais wird versucht, zumindestens teilweise eine alte historische Lindenallee an der Weißen Elster wieder herzustellen. Von der alten Allee existieren nur noch wenige Exemplare. Eine komplette Nachpflanzung ist nicht möglich, da die Böschung links des Weges als Hochwasserschutz-Deich fungiert und nicht mit Gehölzen bepflanzt werden darf.   
Im Pinetum erfolgen aktuell ebenfalls umfangreiche Neu- bzw. Nachpflanzungen von Gehölzen. 
 
Auffällige Blüten im hinteren Teil der "Hammerwiesen": Die Pestwurz (3. April 2016)

Die Pestwurz blüht - erste Bienenweide der Saison

Die Rote oder Gewöhnliche Pestwurz (Petasites hybridus) ist ein auffälliger Frühblüher, gehört zur Familie der Korbblütler und ist damit eine nahe Verwandte beispielsweise des Gänseblümchens.
Bevorzugte Standorte sind Wälder, Uferböschungen und feuchte Wiesen mit kalkhaltigen Böden. Die Vermehrung erfolgt meist kriechend über Rhizome. Daher tritt die Pestwurz  meist in größeren Einheiten auf.
Die Blüten sind eingeschlechtlich und meist zweihäusig verteilt, d.h. es gibt "Männchen" und "Weibchen". Als sehr früh blühende Art stellt die Rote Pestwurz eine wertvolle erste Nahrungsquelle für Bienen dar.
Die Blätter erscheinen erst nach der Blütezeit. Sie haben riesige, nierenförmige Ausmaße wie kaum eine andere Wildpflanze und bilden damit eine Art Dach über dem Boden.
Ihren Namen verdankt die "Pestwurz" der mittelalterlichen Verwendung des Rhizoms als Heilmittel gegen die Pest. Heute wird sie wegen ihres Hauptinhaltstoffes Petasin, der bei einer Reihe von krampfartigen Beschwerden lösend wirkt, noch als Heilpflanze genutzt
 
                 
Wegebau in der Seufzerallee (3. April 2016)

Wegebau in der Seufzerallee

Der bisher vorhandene natürliche Schlängelpfad durch die Seufzeralle wird auf eine Breite von ca. 1 m ausgebaut. Entsprechend der Wegebaukonzeption des Parks kommt es auch hier zum Einbau von gelbfarbenem Material. 

              

Frühjahrsblüher gepflanzt (13. März 2016)

Stiefmütterchen gepflanzt

Die Parkgärtner haben die ersten Frühjahrspflanzen in den Boden gesetzt. Die Stiefmütterchen sind die Ersten im Rahmen der jährlichen Wechselbepflanzung. Insgesamt werden 5165 Pflanzen in die Erde gebracht. Damit wird es langsam bunt im Fürstlich Greizer Park. Auch wenn die Natur uns noch warten lässt, helfen die Parkgärtner etwas nach.

Stiefmütterchenbeete begrüßen die Parkbesucher
Neue Wege im Park (9. März 2016)

Neuer Weg

Der neue Weg im Bereich der Luftbrücke steht kurz vor der Fertigstellung. Die Freigabe des neuen Weges und des Uferweges an der Luftbrücke wurde durch das Wetter der letzten Zeit verhindert. Das Aufbringen und Verdichten der Deckschicht ließen  Schnee, Regen und Frost nicht zu. Nun bleibt die Hoffnung, dass besseres Wetter die Restarbeiten ermöglicht.

Auf alten Karten war der Verlauf des neuen Weges bereits eingezeichnet. Wann dieser Weg beseitigt wurde ist nicht bekannt. Bei Probegrabungen konnte der Weg nachgewiesen werden, es wurde historisches Wegebaumaterial gefunden. Nach den alten Plänen und den Ergebnissen der Ausgrabungen wurde der Weg wieder angelegt. Damit ist der neue Weg eigentlich ein alter Weg. Schüsselweg wird er genannt, denn er verläuft entlang der Schüsselwiese. Der Name kommt von der schüsselartigen Vertiefung in der Wiese.

neuer Weg bei der Luftbrücke
Grundhafter Ausbau von Wegen (8. März 2016)

Hauptwegebau

Zur stetigen Verbesserung der Aufentshaltsqualität im Fürstlich Greizer Park dient auch der grundhafte Ausbau des Hauptweges vom Haupteingang zum Parksee. Dieser wird ab der Kreuzung mit der Feuerwehrzufahrt Sommerpalais und der Kreuzung mit der Allee vom Eingang Parkgasse erneuert.

Hauptweg
Hauptweg
Neubau der Feuerwehrzufahrt zum Sommerpalais (7. März 2016)

Feuerwehrzufahrt

In Kürze beginnen die Arbeiten zur grundhaften Erneuerung der Feuerwehrzufahrt zum Sommerpalais. Auf Grund der Sanierungsmaßnahmen im und um das Palais wurde die Zufahrt arg in Mitleidenschaft gezogen. Durch die Wegearbeiten wird es Einschränkungen für die Besucher im Baustellenbereich geben.

Feuerwehrzufahrt
Feuerwehrzufahrt
Baumaßnahmen im Bauhof der Parkgärtnerei (6. März 2016)

Im Bauhof wird gebaut

Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten investiert im Gelände des Bauhofes (Parkgärtnerei). Um Maschinen und Material besser unterbringen und lagern zu können wird seit kurzem gebaut.

Bauhof
Bauhof
Instandsetzungsarbeiten an Parkwegen (5. März 2016)

Wegeinstandsetzung

Neben der grundhaften Erneuerung werden Wege auch repariert. So mussten die Parkbesucher in der Vergangenheit oft Pfützen oder aufgeweichten Bereichen ausweichen. Dank der Parkgärtner wird nach und nach diese Situation verbessert. Die Gärtner reparieren die Schadstellen mit neuem Wegematerial. Die Besucher können den Parkspaziergang nun wieder genießen.

Wegabau
Wegeinstandsetzung
Wege wieder zuänglich (3. März 2016)

Wege freigegeben

Vor kurzem konnten der Elsterdammweg und die Plaza am Sommerpalais / Küchenhaus wieder freigegeben werden. Durch das verheerende Hochwasser 2013 entstanden zahlreiche Schäden im Fürstlich Greizer Park, so unter Anderem am Elsterdammweg und der Plaza. Dank der Fluthilfemittel konnten diese Bereiche grundhaft instandgesetzt werden.

 

Plaza
Elsterdammweg

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Plaza
Plaza
Neues vom Baumwanderweg (5. Januar 2016)

Projekt "Baumwanderweg" sucht noch Unterstützer

Das Projekt "Baumwanderweg" wartet nun auf seine Umsetzung. Die Grundidee ist entwickelt. Diese muss noch der Eigentümerin des Parkes, der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, vorgestellt und deren Zustimmung eingeholt werden. Es wurde eine kleine Arbeitsgruppe gebildet, die eine erste Liste von Bäumen, die beschildert werden sollen, erstellt. Des Weiteren werden Kosten für ein solches Schildersystem ermittelt. Um die Finanzierung zu sichern wurden Fördermittelanträge gestellt (s. auch Seite "Baumwanderweg").

Interessierte Besucher lassen sich den Bestand des Greizer Parks erklären