Gewöhnlicher Trompetenbaum

Eine Schönheit: Der Gewöhnliche Trompetenbaum

Gewöhnlicher Trompetenbaum Catalpa bignonioides Walter (o. Nr., nicht in „Schätze der Pflanzenwelt im Greizer Park“, Amtlicher Führer Special, aufgeführt)

Der Gewöhnliche Trompetenbaum ist ein Laubbaum aus der Familie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae).

Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt im Südosten von Nordamerika bis Florida. 1726 wurde er durch den englischen Naturforscher Mark Catesby nach Europa gebracht und als Zierbaum  eingebürgert. Besonders beliebt ist er wegen der kleinen attraktiven Blüten in Trompetenform, von denen auch sein deutscher Name herrührt. Die wissenschaftliche Artbezeichnung soll auf den Indianerstamm Catawba zurückgehen, dessen Name in „Catalpa“ abgewandelt wurde.

Der Gewöhnliche Trompetenbaum erreicht eine Höhe von 15 bis 18 Meter. Er bildet einen dicken, meist kurzen Stamm und trägt eine breit gewölbte, rundliche Krone sowie weit ausladende Seitenäste.

Das Blatt des Trompetenbaumes ist herzförmig, sehr groß (bis 20 cm), lang gestielt, frisch grün und kurz behaart. Die Blätter werden ohne Herbstfärbung frühzeitig abgeworfen. Sie riechen unangenehm, wenn man sie reibt, was die Art von anderen Vertretern der Trompetenbäume unterscheidet.

Die Blüten sind rein weiß und zeigen im Schlund purpurfarbene Flecken und zwei gelbe Längsstreifen. Sie sind in 10 bis 15 Zentimeter langen vielblütigen Rispen angeordnet und blühen von Juni bis Juli. Der Trompetenbaum gilt als Bienenweide.

Als Früchte werden zahlreiche dünnwandige bohnenartige Kapseln gebildet, die bis zu 40 Zentimeter lang und 5 bis 7 Millimeter breit werden. Sie bleiben über den Winter am Baum und öffnen sich erst im Frühjahr. Wegen dieser Fruchtkapselform wird der Trompetenbaum auch „Virginia-Zigarrenbaum“ genannt.

Der Trompetenbaum ist ein ausnehmend schöner kleiner Solitärbaum, überdies industrie- und stadtklimafest.

Die ganze Pflanze ist schwach giftig; der Hauptwirkstoff Catalpin kommt in allen Teilen außer den Samen vor.

Die Pflanzung dieses Exemplars erfolgte vermutlich im frühen 20. Jahrhundert. Höhe  9 m, Kronendurchmesser 13 m, Stammdurchmesser 61 cm.

Ein weiteres, jüngeres Exemplar (Nr. 132, Pflanzjahr ca. 1970) findet sich im südöstlichsten Parkbereich (Weg an der Rückseite der Parkgärtnerei). Dessen Vorgängerexemplar wurde 1952 aus den Anlagen eines Greizer Textilbetriebs übernommen, hat aber offenbar nicht überlebt.

Der Trompetenbaum bekommt erst sehr spät im Frühling seine Blätter und wirft sie auch als erster Baum wieder ab. Das hat ihm den Spitznamen „Beamtenbaum“ eingetragen („Kommt spät, geht früh“).